Geschichte

          

Damals und Heute:
Krehla
1853 hatte der Ur-Urgroßvater der letzten Betreiberin, Christian Meyer, mit einer Sommer-Gartenwirtschaft bei seiner Gärtnerei auf dem Krehla den Grundstein gelegt. Der Krehla war damals noch weitgehend unbebaut. Christians Sohn Fritz erweiterte den Betrieb, dessen Sohn Fritz-Georg machte um 1900 den Schritt zur eigenen Obstweinkelterei und baute ein großes Gasthaus am Krehlateich mit Restaurantbetrieb im Erdgeschoß, Veranstaltungssaal und Clubzimmern im zweiten Geschoß und Fremdenzimmern im dritten. Am 1. April 1911 wurde im Garten des „Krehla“ von den Moritzberger und Hildesheimer Gemeindevertretern die Eingemeindung Moritzbergs gefeiert. Ab 1930 wurde der Krehla-Teich neben dem Gasthaus zugeschüttet; seine Reste waren noch nach 1945 sichtbar.
Fritz-Georgs Sohn Karl Meyer übernahm den Gastronomiebetrieb 1935 in vierter Generation. Am 22. März 1945 wurde der Gasthaus-Neubau der Jahrhundertwende durch Bomben total zerstört. Karl Meyer baute ihn nicht wieder auf, sondern richtete im unzerstörten Natursteinbau, dem Stammhaus des „Krehla“, zwei Weinstuben ein. 1953 wurde zum 100-jährigen Bestehen zwischen Vorraum und Weinstube ein Buntglasfenster mit Darstellungen von Hildesheimer Originalen wie dem „Hamburger Willem“ und der „Harfenjule“ eingebaut. Der große Kaffeegarten (3. Ansichtskarte) im Bereich des späteren Parkplatzes auf der Ostseite der Moritzstraße wurde noch bis 1963 bewirtschaftet.
Ende November 2009 hat der „Krehla“ geschlossen, die Moritzberger Obstweinschenke an der Moritzstraße. Sie war die älteste im Familienbesitz erhaltene Gaststätte Hildesheims.
(Im Original übernommen)

 

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